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Legionellen

Legionellen sind Warmwasser liebende Bakterien. Sie können eine Infektionserkrankung hervorrufen, die mit den Symptomen einer schweren Lungenentzündung mit gravierenden Spätkomplikationen verbunden sind. 1976 trat die bis dahin unbekannte Infektionskrankheit bei einem Legionärstreffen in Philadelphia auf und wird seitdem als Legionärskrankheit bezeichnet. Einen leichteren Verlauf dagegen zeigt das so genannte Pontiac-Fieber, das zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild führt und in der Regel folgenlos ausheilt.

Legionellen gehören u. a. zum natürlichen Bestandteil von Süßwasser. Sie stellen so nur eine sehr geringe Infektionsgefahr dar. Gelangen die Bakterien jedoch mit einem Tröpfchennebel vermehrt in die Atemwege und die Lunge, kann es zur Erkrankung kommen.

Legionellen vermehren sich bevorzugt zwischen 30 und 40 Grad Celsius. Quellen können vor allem Duschanlagen, Schwimmbäder und Klimaanlagen mit Luftbefeuchtung sein, wo Wasser nicht stark erhitzt wird und längere Zeit steht. Entscheidende Faktoren für die Vermehrung von Legionellen sind also die Temperatur des Wassers und seine Verweildauer im Leitungssystem. Durch eine Anhebung der Wassertemperatur auf mindestens 60 Grad Celsius oder mehr wird die Anzahl an Legionellen stark vermindert.




Inhalt

Trinkwassererwärmung und Legionellen

Duschkopf mit laufendem Wasser / ©Pictures4you - Fotolia.com

Am 5. Dezember 2012 ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) zuletzt geändert worden.

Öffentliche und gewerbliche Betreiber (z.B. Vermieter) müssen ihre sogenannten Großanlagen zur Trinkwassererwärmung auf Legionellen untersuchen lassen.

Was ist eine Großanlage?

Der Begriff "Großanlage" ist im Paragraphen 3 Ziffer 12 der Trinkwasserverordnung definiert. Dabei handelt es sich um eine Anlage mit einem Speicher- oder Durchfluß-Trinkwassererwärmer mit einem Volumen von mehr als 400 Litern oder mit einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Trinkwassererwärmer (z. B. Durchlauferhitzer oder Speicher mit weniger als 400 Liter Volumen) und dem Zapfhahn; dabei wird der Inhalt der Zirkulationsleitung nicht berücksichtigt. Entsprechende Anlagen in Ein- oder Zweifamilienhäusern zählen nicht zu den Großanlagen.

Wie oft müssen die Großanlagen untersucht werden?

Während Großanlagen öffentlicher Betreiber in der Regel mindestens einmal jährlich zu untersuchen sind, müssen gewerbliche Anlagen lediglich mindestens alle drei Jahre untersucht werden.

Die erste Untersuchung der gewerblichen Anlage muss bis zum 31.12.2013 abgeschlossen sein.

Was muss der Betreiber tun, wenn der Maßnahmewert überschritten ist?

Wenn der technische Maßnahmewert von 100 Legionellen pro 100 ml überschritten ist, muss dieses Ergebnis dem Fachdienst Gesundheitswesen unverzüglich angezeigt werden. Der Betreiber muss eine Gefährdungsanalyse erstellen und gleichzeitig weitere Maßnahmen zur Ursachenermittlung und Beseitigung ergreifen.

 

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