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Hirnhautentzündung - Meningitis

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menschliches Gehirn / ©Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

Die Hirnhautentzündung (Meningitis) ist eine Entzündung der bindegewebigen Hüllen (Meningen)des Gehirns. In vielen Fällen kann es auch zu einer Entzündung des Gehirns selbst (Enzephalitis) kommen. Man spricht dann von einer Meningoenzephalitis. Kinder und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet, an einer Hirnhautentzündung zu erkranken.

Hervorgerufen wird diese Erkrankung meistens von Bakterien oder Viren. Die häufigsten Viren sind Mumps,- Masern,- und Rötelnvirus, FSME-Virus, HIV oder Herpesvirus. Bei den Bakterien sind es meistens Meningokokken, Pneumokokken und Hämophilus influenza.

Meningokokken sind die einzigen bakteriellen Meningitis-Erreger, die Epidemien auslösen können. Berichte über schwere Meningokokken-Epidemien liegen seit Jahrzehnten vor, insbesondere aus tropischen Ländern und dabei vornehmlich aus den Ländern südlich der Sahara, dem sog. "Meningitis-Gürtel" Afrikas. Daneben sind aber auch z. B. Indien, Nepal und Südamerika betroffen. Insgesamt sind Hirnhautentzündungen in Deutschland eher selten, so wurden für das Jahr 2007 insgesamt 445 Erkrankungsfälle gemeldet.

Aufgrund des immer wieder dramatischen Verlaufes und des Ansteckungsrisikos für die Umgebung rücken Meningokokken-Erkrankungen wiederholt in das öffentliche Interesse. Dies war in den letzten Jahren auch mehrfach im Kreis Wesel der Fall.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch. Dies geschieht in der Regel nur bei engem Kontakt, wie im häuslich-familiären Bereich und in Gemeinschaftseinrichtungen. Eine indirekte Bakterienübertragung, z. B. über Gegenstände, ist nicht möglich.

Die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt in der Regel drei bis vier Tage und kann in einem Bereich zwischen zwei und zehn Tagen variieren.

Die Symptome (Beschwerden) bei einer Meningokokken-Meningitis bestehen aus plötzlich auftretenden:

  • Kopfschmerzen,
  • Fieber,
  • Schüttelfrost,
  • Schwindel,
  • Erbrechen,
  • Nackensteifigkeit,
  • schwerstem Krankheitsgefühl.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome oft weniger charakteristisch.

Etwa in einem Viertel aller Fälle ist der Verlauf durch eine Blutvergiftung (Sepsis) gekennzeichnet, die in besonders schweren Fällen als septischer Schock auftritt. In diesen Fällen sieht man Einblutungen in die Haut, es kann aber auch zu Einblutungen in innere Organe kommen. Die Sterblichkeitsrate ist dann sehr hoch. Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung muss eine sofortige Krankenhauseinweisung erfolgen.

Gegen den in Deutschland häufigsten bakteriellen Erreger der Meningitis (Serogruppe-B-Meningokokken) steht zur Zeit keine Schutzimpfung zur Verfügung. An seiner Entwicklung wird zur Zeit gearbeitet. Jedoch gibt es gegen den zweithäufigsten Meningitiserreger (Serogruppe-C-Meningokokken) eine Schutzimpfung, die insbesondere für Kinder empfohlen wird.
Personen, die in einem engen Kontakt (z.B. Wohngemeinschaft, Intimpartner, Schulklasse, Kindergartengruppe etc.) mit einem an einer Meningokokken-Infektion Erkrankten stehen, erhalten unverzüglich eine vorbeugende Behandlung mit z. B. Rifampicin über zwei Tage.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den auf dieser Seite angegebenen Ansprechpartnern des Fachdienstes Gesundheitswesen.

   

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