Fahrzeug - Umtausch Zulassungsbescheinigung Teil I wegen fehlendem Bindestrich

WES EL 100 oder WES-EL100

Ihr Interesse an dieser Seite zeigt: Auch Sie haben bereits von den Gerüchten gehört, wonach im angrenzenden europäischen Ausland Bußgelder für Kfz-Halter verhängt worden sein sollen, weil das Nummerschild nicht mit dem Fahrzeugschein übereinstimmte. Ursache der Aufregung ist ein simpler schwarzer Strich, der auf den alten Nummernschildern den Verwaltungsbezirk von der Erkennungsnummer trennte (also z. B. „WES-EL100"). Mit der Umstellung auf die Eurokennzeichen fiel dieser Trennstrich auf den Nummerschildern weg, wurde jedoch in der Zulassungsbescheinigung - der besseren Lesbarkeit halber - weiterhin gedruckt. Den Gerüchten zufolge störte sich die Polizei in Italien und Österreich an dieser fehlenden Übereinstimmung und bat Kfz-Halter zur Kasse.

Nicht nur das ein solches Vorgehen mit geltendem EU-Recht nicht vereinbar wäre, bestehen doch erhebliche Zweifel, ob es solche Fälle nun tatsächlich gegeben hat. Dem ADAC ist bei 18 Millionen Mitgliedern jedenfalls kein derartiger Fall bekannt. Auch die Automobilclubs in Italien und Österreich wurden bisher von keinem einzigen angeblich Geschädigten kontaktiert.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gibt hierzu dann auch ganz klar Entwarnung: „Das Kennzeichen kann in der Zulassungsbescheinigung mit und ohne Trennstrich geschrieben sein. Beide Schreibweisen sind gleichberechtigt gültig." Die EU-Mitgliedstaaten wurden im Juli 2012 dennoch über die gleichberechtigte Schreibweise (mit und ohne Trennungsstrich) in den Zulassungsbescheinigungen informiert (siehe Downloads). Mögliche „Irritationen" bei der Eingabe von Daten in EG-Kontrollgeräte und bei sonstigen Kontrollen wurden damit beseitigt.

Zwischenzeitlich haben sowohl die italienische als auch die österreichische Botschaft - teils mit Verwunderung - auf die Gerüchte reagiert. Beide Staaten teilen mit, dass die in Deutschland gängigen Schreibweisen sowohl mit als auch ohne Bindestrich gültig sind und auch in Österreich und Italien uneingeschränkt anerkannt werden. Der österreichische Botschaftssprecher hält es sogar für undenkbar, dass es solche Vorfälle tatsächlich gegeben habe und formuliert es so: "Warum haben bei uns bisher nur Medien angerufen aber kein einziger Geschädigter." Das in diversen Medienberichten dennoch "echte Fälle" benannt werden - jedoch ohne das jemals ein konkret Betroffener genannt wird - ist also offensichtlich Ergebnis der rasanten Weiterverbreitung dieser Geschichte, insbesondere über das Internet.

Ein Umtausch der Zulassungsbescheinigung unter Änderung der Schreibweise ist insofern keinesfalls notwendig und wäre zudem kostenpflichtig.

Gleichwohl werden in den Zulassungsbescheinigungen im Kreis Wesel seit dem 23.08.2012 keine Trennstriche mehr gedruckt. Damit entsprechen die Zulassungsbescheinigungen der Schreibweise der Kennzeichenschilder. Soweit Sie trotz der fehlenden Notwendigkeit einen Umtausch der Zulassungsbescheinigung wünschen, können Sie dies bei uns natürlich dennoch beantragen.

benötigte Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigung Teil I

Die oben genannten erforderlichen Dokumente müssen - wenn nicht ausdrücklich anders angegeben - aktuell noch gültig sein und im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie (nach § 33 Verwaltungsverfahrensgesetz durch siegelführende Körperschaften des öffentlichen Rechts oder durch Notariate) vorgelegt werden. Die Zulassungsbescheinigung(en) und die Kennzeichenschilder müssen ohne Ausnahme im Original vorliegen.

Gebühr

  • 11,70 Euro

Kontakt

36 Koordinationsgruppe Dienstleistungszentrum Moers DLZ
Telefon: 02841 202 1234
Büro: Moers, Mühlenstr. 15
36 Koordinationsgruppe Zulassungs- und Führerscheinservice Wesel
Telefon: 0281 207 4455
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31

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