Wasserbehördliche Erlaubnis - Verwertung und Einbau von Recycling-Material

Die Verwertung von mineralischen Stoffen aus Bautätigkeiten (Recyclingbaustoffe) und industriellen Prozessen kann nachteilige Auswirkungen auf die Beschaffenheit von Grundwasser und Boden haben, da diese Materialien Bestandteile enthalten, die in das Gewässer eingetragen werden können.
Daher benötigt man für den Einbau dieser Stoffe eine wasserbehördliche Erlaubnis, die auf der Grundlage der §§ 8,9 und 10 des Wasserhaushaltsgesetzes erteilt wird.
Die Verwendung von Naturbaustoffen wie beispielsweise Kalksteinschotter, Basalt oder Sandstein bedarf jedoch keiner wasserrechtlichen Genehmigung.
Grundvoraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis ist der Einsatz des Materials im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme bzw. ein bautechnischer Zweck.
Die wasserbehördliche Erlaubnis kann per Mail (klicken Sie auf Ihre Kontaktperson für die Angaben) oder auf dem Postweg mit dem entsprechenden Antragsformular mindestens 14 Tage vor Beginn der Einbaumaßnahme beantragt werden.

benötigte Unterlagen

  1. Übersichtsplan mit Eintragung des Standortes im Maßstab 1 : 10.000 bis 25.000 (bitte durch roten Kreis kennzeichnen)
  2. Detailplan im Maßstab 1 : 500 oder 1 : 1000 mit farblich gekennzeichneten Einbaubereichen
  3. Schnittdarstellung der Einbaubereiche mit Bemaßung (Angabe der Einbauhöhen und -mächtigkeiten)
  4. Nachweis der Güteüberwachung gemäß Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (IV-3-953-26308-IV-8-1573-30052) und des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand, Energie und Verkehr (VI A3-32-40/45- vom 09.10.2001) des vorgesehenen Baustoffes durch Vorlage eines Gutachtens (nicht älter als drei Monate) einer zugelassenen Stelle
    Bei nicht güteüberwachtem Material ist eine chemische Untersuchung erforderlich. Das Probenahmeprotokoll und Angaben zum Herkunftsort / zur Abbruchmaßnahme sind beizufügen.
  5. falls vorhanden: vorliegende Gutachten (Baugrund- und / oder Altlastengutachten zur Boden- und Untergrundsituation des Antragsgrundstücks)
  6. Nachweis über den höchstmöglichen Grundwasserstand (HGW)

Dieser kann für linksrheinisch gelegene Grundstücke bei der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG) per Mail an die Adresse Grundwasseranfragen@lineg.de und für rechtsrheinisch gelegene Grundstücke beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv NRW) per Mail an die Adresse Grundwasserstand@lanuv.nrw.de angefragt werden. Die Auskunft ist gebührenpflichtig. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Internetseite der LINEG bzw. des Lanuv.

Gebühr

Die Entscheidung über die Erlaubnis der Gewässerbenutzung ist gebührenpflichtig. Die Gebühr ist abhängig von der Größe der Einbaufläche und beträgt mindestens 200 Euro.
Für den Fall, dass der Antrag abgelehnt werden muss oder zurückgezogen wird, nachdem mit der Bearbeitung begonnen wurde, wird für die Bearbeitung ebenfalls eine Gebühr erhoben.

Kontakt

Vanck-Stosiek, Regine
Alpen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Voerde
Telefon: 0281 207-4509
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 511
Fischer, Markus
Hünxe, Moers, Rheinberg
Telefon: 0281 207-3509
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 511
Latta, Peter
Hamminkeln, Schermbeck, Sonsbeck, Xanten
Telefon: 0281 207-3510
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 510
Dallarosa, Simone
Dinslaken, Wesel
Telefon: 0281 207-4511
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 511

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