11.01.2017: Beratung durch die Betreuungsstelle des Kreises Wesel in Xanten

An jedem ersten Donnerstag im Monat berät eine Mitarbeiterin der Betreuungsstelle des Kreises Wesel, Frau Langenberg, in Xanten im Haus der Begegnung, Karthaus 12, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr über Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen. Dabei sind auch Beglaubigungen von Unterschriften auf Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen gegen eine Gebühr von 10 Euro möglich.

Nach dem Betreuungsrecht für Erwachsene gilt der Grundsatz: „Kann ein Volljähriger aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen, seelischen oder körperlichen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen eine Betreuungsperson“.

Oft wird davon ausgegangen, dass im Notfall Ehe-/Lebenspartner oder Kinder automatisch für den Betroffenen alle Rechtsgeschäfte regeln können. Eine automatische Vertretungsbefugnis – auch innerhalb der Familie - existiert ohne entsprechende Vorausverfügung nicht. Hat man im Voraus keine Vorsorge getroffen, muss das Amtsgericht ein Betreuungsverfahren einleiten. Es beteiligt die zuständige Betreuungsbehörde und entscheidet dann, ob und in welchem Umfang eine Betreuung nötig ist und wer als betreuende Person eingesetzt wird.

Das gerichtliche Betreuungsverfahren kann vermieden werden, indem frühzeitig Vorsorge getroffen wird. Über mögliche Vollmachten informiert ein Faltblatt des Kreises Wesel, das die Begriffe Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung genau erklärt und das Ihnen auf Anfrage gerne zugesendet wird.

Für interessierte Personen, die aufgrund einer körperlichen Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage sind, das Angebot vor Ort zu nutzen, besteht nach Absprache auch die Möglichkeit eines Hausbesuches.

Da die Mitarbeiterin des Kreises Wesel sich Zeit für Sie nehmen möchte, ist es notwendig, einen Termin unter der Rufnummer 0281-207 2450 zu vereinbaren.