28.06.2019: Fachtagung der Kommunalen Konferenz „Alter und Pflege“: „Pflegeausbildung ab 2020 – Jetzt muss gehandelt werden!“

„Der Kreis Wesel will auch unter den Bedingungen des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels lebenswert bleiben“, eröffnete Landrat Dr. Ansgar Müller die Fachtagung der „Kommunalen Konferenz Alter und Pflege“ am Montag, 24. Juni, im Weseler Kreishaus. Damit brachte er das zentrale Thema der Pflegeausbildung direkt zu Beginn der Veranstaltung auf den Punkt. Kreisdirektor Ralf Berensmeier führte aus, dass nach der aktuellen Pflegestatistik im Kreis Wesel nur 17,7 Prozent aller pflegebedürftigen Bürgerinnen und Bürger in einem Pflegeheim wohnen. „Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt mit 24 Prozent ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Es kann aber zukünftig nur dann gehalten oder sogar verbessert werden, wenn wir gemeinsam Lösungen für den Fachkräftemangel in der Pflege finden“, so Berensmeier.

Der Einladung des Kreises waren über 100 Teilnehmer*innen von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Pflegeschulen, Verbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie Verantwortliche der Kommunalpolitik und Kommunen gefolgt. Ihnen wurden u. a. unterschiedliche Angebote und Netzwerke vorgestellt, die sich gegenwärtig zur Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung ab dem 1. Januar 2020 zwischen den Pflegeschulen, den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern bilden. „Leider gibt es im Kreis Wesel immer noch viele Pflegeeinrichtungen, die diesen Weg noch nicht beschritten haben und deshalb Gefahr laufen, im nächsten Jahr nicht ausbilden zu können“, fasste Dr. Ralf Tebest vom Fachdienst Hilfen für ältere Menschen des Kreises Wesel den Ist-Zustand zusammen und appellierte an die Pflegeeinrichtungen, die notwendigen Kontakte herzustellen. Prof. Dr. Thomas Evers vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen versprach in seinem Beitrag, sich bei Problemen, wie z.B. der Sicherstellung der Krankenhauseinsätze, persönlich für eine Lösung einzusetzen.

Neben der generalistischen Pflegeausbildung wurden bei der Fachtagung auch konkrete Maßnahmen zur Gewinnung von Menschen mit Ausbildungshemmnissen sowie zur Schaffung einer akademischen Berufsperspektive in der Pflegeausbildung vorgestellt. Alle Information zur Tagung sowie eine Vielzahl von wichtigen und aktuellen Hintergrundinformationen können in Kürze auf der Webseite des Kreises Wesel unter www.pflege-kreis-wesel.de kostenlos abgerufen werden.

 

v.l. Landrat Dr. Ansgar Müller, Dr. Ralf Tebest (Kreis Wesel, Hilfen in besonderen Lebenslagen), Angela Preuß (Jobcenter Kreis Wesel), Prof. Dr. Thomas Evers (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW), Daniela Stegemann (Agentur für Arbeit Wesel), Ulrich Petroff (Kreis Wesel, Hilfen in besonderen Lebenslagen), Susanne Goerke (Fachdienstleiterin Hilfen in besonderen Lebenslagen), Georgios Vasios (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben), Kreisdirektor Ralf Berensmeier

v.l. Landrat Dr. Ansgar Müller, Dr. Ralf Tebest (Kreis Wesel, Hilfen in besonderen Lebenslagen), Angela Preuß (Jobcenter Kreis Wesel), Prof. Dr. Thomas Evers (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW), Daniela Stegemann (Agentur für Arbeit Wesel), Ulrich Petroff (Kreis Wesel, Hilfen in besonderen Lebenslagen), Susanne Goerke (Fachdienstleiterin Hilfen in besonderen Lebenslagen), Georgios Vasios (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben), Kreisdirektor Ralf Berensmeier