24.06.2020: Kreisausschuss berät die Zentralisierung des BK Dinslaken

Im Mai 2020 hatte das Büro von der REICHEL Ingenieurgesellschaft für Projektmanagement mbH aus Erkrath der Kreispolitik die Machbarkeitsstudie zur Zentralisierung des Berufskollegs Dinslaken vorgestellt. Danach hatten sich Schul- und Bauausschuss mit den Ergebnissen befasst.

Als Vorschlag lag im Kreisausschuss nun die so genannte Variante 2 auf dem Tisch: Danach soll der Gebäudebestand abschnittsweise durch Neubauten ersetzt und um die zusätzlichen Bedarfe erweitert werden. Im Ergebnis werden nach dieser Variante sowohl das Berufskolleg als auch die Kindertagesstätte in neu errichteten Gebäuden untergebracht. Hierzu gab es auch ein einstimmiges Votum des Bauausschusses.

Für den Kreisausschuss hatte aber die Kooperation aus CDU, Grünen und FDP/FWG einen Änderungsantrag eingebracht, mit dem die Verwaltung beauftragt werden sollte, das Vorhaben deutlich schneller zu realisieren, als ursprünglich vorgeschlagen.

Gerd Drüten (SPD) vermochte in diesem Antrag keinen wirklichen Unterschied zur Beschlussempfehlung aus dem Bauausschuss zu erkennen, denn auch danach wäre die Verwaltung gefordert gewesen, „alle Möglichkeiten einer Reduzierung der Projektlaufzeit prüfen und umsetzen zu lassen.“

Helmut Czichy, Vorstandsmitglied für den Bereich Bauen, betonte: „Auch wir als Kreisverwaltung wollen die Zentralisierung schnell umsetzen.“ Der Antrag der Kooperation ist allerdings sehr anspruchsvoll, weil er einen Zeitplan fordert, der rund um ein Drittel kürzer ist, als von den Erstellern der Studie veranschlagt werde.

Frank Berger (CDU) führte für die antragstellende Kooperation aus: „Wir wollen den Schulterschluss mit der Verwaltung und werden auch die notwendigen Mittel dazu bereitstellen. Das sieht unser Antrag vor.“

Hubert Kück (Grüne) ergänzte: „Die Baukostenentwicklung zeigt, dass man letztlich Geld spart, je schneller ein Projekt realisiert wird. Wir werden die Verwaltung unterstützen“.

Thomas Cirener (SPD) wies hingegen darauf hin, dass ein solcher „Freibrief für alle Ausgaben“ letztlich keine seriöse Politik darstelle.

Am Ende votierte der Kreisausschuss knapp mit den Stimmen der Kooperation gegen SPD, Linke und Landrat für den Änderungsantrag. Das letzte Wort hat der Kreistag hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Juni.