09.08.2018: Stellungnahme des Kreises Wesel zum Presseartikel der Neuen Rhein Zeitung „Diese Baustelle ist eine Frechheit“ vom 08.08.2018

Der Kreis Wesel nimmt wie folgt Stellung:

Am 18. Juni 2018 startete der Um- und Ausbau der Dinslakener Straße K 17 in Voerde.

Über die einzelnen Bauabschnitte mit der bauzeitlichen Verkehrsführung und die zu erwartenden Anliegerkosten hat der Kreis Wesel die Anlieger/innen und Eigentümer/innen im Januar 2018 in einer Informationsveranstaltung unterrichtet.

Vor dem Start der Baustelle nahm der Kreis Wesel zudem Kontakt zu den Vertreterinnen und Vertretern des Möllener Einzelhandels auf, die bei der Informationsveranstaltung für die unmittelbaren Anlieger im Januar nicht beteiligt worden waren und informierte diese in einem Gespräch über die Maßnahme und den Bauablauf. Weiterhin fanden klärende Einzelgespräche mit den unmittelbar im Baufeld liegenden Gewerbetreibenden statt.

Alle von der Baustelle betroffenen Gewerbetreibenden innerhalb und außerhalb des Baufeldes erhielten das Angebot, mit einer entsprechend abgestimmten Beschilderung an der Umleitungsstrecke auf ihre Erreichbarkeit hinzuweisen. Die Vertreter/innen des Möllener Einzelhandels sind mit Schreiben vom 7. August zu einem weiteren Gespräch am Donnerstag, 16.08.2018, eingeladen.

Anwohner/innen, die unmittelbar betroffen sind, bekamen in einem gesonderten Anschreiben zusätzlich Informationen über die Baumaßnahme und den Hinweis auf einen Ansprechpartner der Baufirma vor Ort.

Die Andienung der Anliegergrundstücke stellt der Kreis sicher. Ein vom aktuellen Bauabschnitt betroffenes Restaurant ist durch einen zum Baufeld hin gesicherten Fußweg von der Dinslakener Straße aus zu erreichen. Ein Schild weist auf den Durchgang hin.

Der Fußgänger- und Radverkehr ist durchgehend in alle Richtungen möglich. Außerdem können Polizei und Rettungskräfte das Baufeld jederzeit durchfahren.

Im Vorfeld der Baumaßnahme wurde bereits 2017 ein Verkehrskonzept erarbeitet. Die abschnittsweise Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr stellte sich dabei als die bautechnisch und in Bezug auf die Gesamtdauer des Baustellenbetriebes als wirtschaftlich beste Lösung dar, auch gegenüber einer einseitigen Sperrung mit Ampellösung.

Dies ist in den verschiedenen Gesprächen wie auch zuvor in den öffentlichen Gremienberatungen des Kreises und der Stadt eingehend erläutert und erörtert worden.

Helmut Czichy, zuständiges Vorstandsmitglied der Kreisverwaltung, betont nochmals das Verständnis aller Verantwortlichen für den Ärger der Anwohner/innen und Gewerbetreibenden über die Erschwernisse, die eine solche innerstädtische Straßenbaustelle in besonderem Maße hervorruft und die nie vollständig vermeidbar sind. „Die sogenannte grundhafte, also vollständige Überarbeitung und Neuherstellung der Dinslakener Straße war seit vielen Jahren gefordert worden und wird nun endlich Wirklichkeit. Es ist jetzt sicherlich eine schwierige Zeit, bis eine neue, viel bessere Straße mit größerer Verkehrssicherheit und Komfort dann für Jahrzehnte zur Verfügung steht“, erklärt Czichy.

„Wir haben ein Beschwerdemanagement für die Anlieger eingerichtet, das zum Beispiel bei den Ampelschaltungen oder der Erreichbarkeit des Restaurants schon sehr schnell reagiert hat. Dass es Unmut auslöst, weil es überhaupt zu Problemen kommt und nicht noch schneller reagiert wird, kann ich aus der Sicht der Betroffenen verstehen. Alle Beteiligten von Kreis und Stadt hängen sich aber rein, um den Ablauf so verträglich wie möglich hinzubekommen.“