Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS)

Das Katasteramt des Kreises Wesel hat planmäßig zum 1.2.2012 die gesamten Daten der Liegenschaftskarten und des Liegenschaftsbuchs auf das neue System ALKIS umgestellt. ALKIS ist die Abkürzung für Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem und vereinheitlicht die Katasterdaten in ganz Deutschland. Außerdem wurde ein neues, europaweit einheitliches Lagebezugssystem für die Koordinatenberechnung eingeführt. Es heißt „Universale Transversale Mercatorprojektion" (UTM) und wird bereits in Topografischen Karten und Navigationsgeräten verwendet. Damit wird die bisher übliche Gauß-Krüger-Abbildung ersetzt.

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Information des Katasteramtes Wesel zur Einführung des Amtlichen LiegenschaftsKataster-InformationsSystems "ALKIS"

Geplanter Umstellungszeitraum: 01.11.2011 bis 01.02.2012

1. Warum muss umgestellt werden?

Gemäß der Runderlasse des Innenministeriums vom 15.02.2005 und 18.06.2010 sind bestehende Programmsysteme zur Katasterfortführung spätestens bis zum 31.12.2012 durch solche Systeme abzulösen, die dem bundeseinheitlichen ALKIS-Standard genügen. Spätestens mit der Einführung von ALKIS sind die Katasterdaten auch auf das Bezugssystem ETRS89 / UTM (Europäisches Terrestrisches ReferenzSystem 1989 mit Universaler Transversaler Mercator-Abbildung) umzustellen. Ziel ist eine einheitliche Führung des Liegenschaftskatasters bei allen Katasterbehörden.

Damit werden die Datenbestände der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) und des Automatisierten Liegenschaftsbuchs (ALB) abgelöst.

Der Kreis Wesel ist dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) angeschlossen, welches in den Bereichen Datenhaltung und Datensicherung, Applikation und Präsentation Arbeiten übernimmt.

Das KRZN wird ebenso wie die Bezirksregierung Düsseldorf als Aufsichtsbehörde den Kreis Wesel bei dem ALKIS-Umstieg begleiten. Im Anschluss daran folgen die Kreise Kleve und Viersen sowie die Stadt Krefeld (Beschluss des Facharbeitskreises Liegenschaftskataster und Geoinformation im Zweckverband des KRZN).

2. Was passiert?

Die Auszüge aus Liegenschaftskarte und Liegenschaftsbuch werden sich nicht sehr verändern. Allerdings wird die Struktur der digitalen Daten komplett modifiziert, und die ALKIS-Daten werden grundsätzlich nur noch über die neue Schnittstelle NAS (Normbasierte AustauschSchnittstelle) ausgetauscht. 

Die digitalen Katasterdaten sollen über den Jahreswechsel 2011/2012 kreisweit umgestellt werden.

Um die Dimensionen zu verdeutlichen, folgen einige Zahlen:

  • circa 1042 km² Kreisfläche
  • circa 170.000 Grundbuchdaten
  • circa 2,8 Mio. Punktdaten
  • circa 250.000 Flurstücke
  • circa 320.000 Gebäude

Zur Umstellung gehören u.a.:

  • Fortführungsstopp
  • Transformation der Daten von Liegenschaftskarte und Liegenschaftsbuch ins ETRS89/UTM
  • Umnummerierung der Punktkennzeichen ins ETRS89/UTM
  • Konsistenzprüfung aller Daten
  • Migration aller Daten in die ALKIS-Struktur
  • Eintragung der Daten in eine neue ALKIS-Datenbank
  • Bereitstellung der ALKIS-Daten für Auskünfte/Auszüge und das kommunale GIS (Geografisches InformationsSystem)

3. Was wird zur Abschätzung des Umstellungszeitraums getan?

Derzeit ist geplant, zum 01.11.2011 die letzten Fortführungsanträge anzunehmen und diese innerhalb eines Monats ins Kataster zu übernehmen. Spätestens ab dem 01.12.2011 soll dann die eigentliche Transformations- und Migrationsphase beginnen. Spätestens zum 01.02.2012 sollte der Produktionsbetrieb - dann im ALKIS/ETRS89 - wieder beginnen. Auskünfte aus dem Liegenschaftskataster (letzter Stand ist der Termin des Fortführungsstopps) sind durchgehend möglich.

Um den Umstellungszeitraum so konkret und kurz wie möglich zu definieren, finden vielfache Tests sowohl im Katasteramt als auch beim KRZN statt. Die sich noch in der täglichen Veränderung befindlichen Katasterdaten und Stützpunkte (für die Transformation) werden regelmäßig auf ihre Konsistenz überprüft, um die Datenreinheit zum Umstellungstermin weitestgehend garantieren zu können. Auch werden DV-technisch Testumgebungen geschaffen und Arbeitsabläufe programmiert, um eine möglichst schnelle und reibungslose Umstellung zu gewährleisten.  

Da allerdings noch nicht alle Parameter bis ins Detail geklärt sind, kann sich diese Zeitplanung ggf. noch leicht verändern.

4. Gibt es Alternativen?

Alternativen zum o.a. Weg gibt es leider nicht.

Der Zeitpunkt der Umstellung ist schon sehr weit hinausgezögert worden, und der Jahreswechsel bietet sich wegen der Feiertage und der Wetterlage (eingeschränkter  Betrieb bei den Vermessungsstellen) an.

Eigene Tests und auch die Erfahrungen anderer Behörden haben gezeigt, dass eine kreisweite Umstellung (im Gegensatz zur einer gemeindeweisen aufgeteilten Umstellungsweise) sowohl DV-technisch als auch personell und zeitlich die effektivste Variante darstellt. Diese Auffassung wird auch von der Bezirksregierung vertreten.

5. Fazit

Die Einführung einer ALKIS-Verfahrenslösung mit gleichzeitiger Überführung des Liegenschaftskatasters in das Bezugssystem ETRS89 mit UTM-Abbildung ist nicht abwendbar.

Es wird aber versucht, im Interesse aller Beteiligten einen schnellstmöglichen und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

 

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Zeitschiene Umstellung auf ALKIS

Kontakt

Becker, Sabine
Telefon: 0281 207-2437
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 437

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