Bestandsanzeigepflicht

Einführung

Ob Vierzehen-Landschildkröte, Jemenchamäleon oder Venezuela-Amazone, diese Tiere zählen (wie unzählige andere Tiere auch) zu den besonders geschützten Arten. Besonders geschützte Wirbeltiere sind bei der Unteren Naturschutzbehörde anzumelden.

Meldepflicht für private Tierhalten und Tierzüchter

Die Halterin oder der Halter besonders geschützter Wirbeltiere ist verpflichtet, den Kauf bzw. die Aufnahme des Tieres bei der Unteren Naturschutzbehörde schriftlich anzuzeigen. Diese Anmeldung muss Angaben enthalten über: Zahl, Art, Alter, Geschlecht, Herkunft, Verbleib, Standort, Verwendungszweck und Kennzeichen der Tiere (§ 7 Abs. 2 Bundesartenschutzverordnung). Dazu ist ein Vordruck unter Downloads erhältlich.

Die Halterin oder der Halter besonders geschützter Wirbeltiere ist auch verpflichtet, den Verkauf bzw. die Abgabe bzw. den Tod des Tieres bei der Unteren Naturschutzbehörde schriftlich anzuzeigen.

Wirbellose, geschützte Tierarten unterliegen dieser Meldepflicht nicht. Ferner gibt es eine Anlage in der Bundesartenschutzverordnung, die geschützte Tierarten nennt, die von der Bestandsanzeigepflicht ausgenommen sind.( eine Liste befindet sich ebenfalls unter Downloads)

Zusatzinformationen

Da sich der Bestand bei Züchterinnen und Züchterr häufiger verändern wird (Jungtiere und deren Verkäufe) ist es möglich, die Bestandsanzeige in tabellarischer Form (Bsp.: Zuchtbuch) vorzunehmen. Wichtig ist, dass jedes Exemplar mit einer laufenden Tabellen- bzw. Zuchtbuchnummer versehen wird.

Die Züchterinnen und Zückter von Sittichen/Papageien müssen über eine gültige Zuchterlaubnis nach dem Tierseuchengesetz verfügen. Die Züchterinnen und Züchter von Eichhörnchen müssen über eine Tiergehegegenehmigung verfügen.

Meldepflicht für gewerbliche Tierhalter (Zoos, Zoohändler…)

Wer gewerbsmäßig Tiere der besonders geschützten Arten erwirbt, be- oder verarbeitet oder transportiert, hat gem. § 5 Bundesartenschutzverordnung ein Aufnahme- und Auslieferungsbuch mit täglicher Eintragung zu führen.

Dieses Buch muss eine laufende Nummer, den Eingangstag, die Bezeichnung der im Bestand vorhandenen oder übernommene Tiere oder Pflanzen nach Art, Zahl, ggf. Kennzeichen und ggf. Bezeichnung der artenschutzrechtlich zum Besitz berechtigenden Dokumente, den Namen und die genaue Anschrift des Einlieferers oder der sonstigen Bezugsquelle, den Abgangstag und den Namen und die genaue Anschrift des Empfängers oder die Art des sonstigen Abgangs beinhalten. Alle Eintragungen in das Aufnahme- und Auslieferungsbuch sind in dauerhafter Form vorzunehmen. Die Bücher mit den Belegen sind den nach Landesrecht zuständigen Behörden auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen; ebenfalls muss der Gewerbetreibende mit Kontrollen vor Ort rechnen.

Die Bücher mit den Belegen sind fünf Jahre aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung für ein abgeschlossenes Geschäftsjahr gemacht worden ist. Wer gewerbsmäßig mit Wirbeltieren handelt, muss zudem in Besitz einer gültigen Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz sein.

Kontakt

Telahr, Dagmar
Telefon: 0281 207-2538
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 538
Roweda, Dagmar
Telefon: 0281 207-3538
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 538
Seehafer, Lisa
Telefon: 0281 207-3536
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 536

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