Betreuung im Kindergarten

Kinder bis zur Einschulung, die körperlich, geistig, sprachbehindert sowie von Behinderung bedroht sind, können in Heilpädagogischen, in Sprachheilkindergärten oder Kindertagesstätten mit inklusiven Gruppen betreut werden.

Im Kreis Wesel gibt es zahlreiche Heilpädagogische und "Integrative" Kindertagesstätten. Informationen über Einrichtungen finden Sie unter den angegebenen Links.

In den heilpädagogischen Kindertagesstätten werden in der Regel 8 Kinder in einer Gruppe durch pädagogische und therapeutische Fachkräfte betreut.

Sprachheilkindergärten sind Einrichtungen zur teilstationären Betreuung sprech- und sprachbehinderter Kinder. Die Gruppenstärke beträgt in der Regel 12 Kinder.

Aufnahmevoraussetzungen für Kinder mit Behinderung

Für die Aufnahme in einer heilpädagogischen Einrichtung oder in einem Sprachheilkindergarten ist es erforderlich, einen Antrag auf Eingliederungshilfe bei dem örtlich zuständigen Sozialamt der Wohnortgemeinde zu stellen, da die Betreuungskosten sowie notwendige Fahrkosten durch den Landschaftsverband übernommen werden. Im Rahmen des Antragsverfahrens findet eine amtsärztliche Untersuchung statt. Liegen die Voraussetzungen für eine Aufnahme vor, werden die Kostenzusicherungen vom Kreis Wesel erteilt.

Für Kinder mit Behinderung, die in einer Kindertagesstelle mit inklusiver Betreuung gefördert werden, ist ein Antrag auf Feststellung der Zugehörigkeit zum Personenkreis des § 53 SGB XII zu stellen. Hierzu berät Sie die Leitung der Kindertagesstätten.

Kostenbeiträge

Für Heilpädagogische Kindertagesstätten und Sprachheilkindergärten wird lediglich ein Kostenbeitrag in Höhe der für den häuslichen Lebensunterhalt ersparten Aufwendungen (warmes Mittagessen) erhoben. Der Kostenbeitrag beträgt 2,00 und wird von den Trägern der Kindertagesstätten eingezogen.
Eine Befreiung von dem Kostenbeitrag ist bei niedrigem Einkommen möglich. Hierzu ist es erforderlich, die wirtschaftlichen Verhältnisse beim Sozialamt nachzuweisen. Eine Überprüfung der Einkommensverhältnisse entfällt, wenn die Eltern sich schriftlich bereit erklären, den Kostenbeitrag zu zahlen.

Wer Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Wohngeld erhält, kann einen Zuschuss im Rahmen des Bildungs- und Teilhabegesetzes beantragen. Hierzu informieren die Einrichtungen.

Fahrtkosten

Notwendige Fahrtkosten von und zu Heilpädagogischen Einrichtungen sowie Sprachheilkindergärten werden vom Landschaftsverband übernommen. Aufgrund grundsätzlicher pädagogischer Erwägungen (Normalitätsprinzip) wird davon ausgegangen, dass die Eltern das Kind selbst, ggfs. gegen Wegstreckenentschädigung, zur Einrichtung bringen. Sofern dies nicht möglich ist, kann der Kindergarten in Abstimmung mit dem Landschaftsverband einen Zubringerdienst organisieren.

Kontakt

Wiegandt, Manuela
Telefon: 0281 207-3363
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 363

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