Bildung und Teilhabe

Collage zum Bildungspaket

 

Durch das Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuches erhalten Kinder einen Anspruch auf Leistungen zur Bildung und Teilhabe (BuT).

Dadurch soll es Kindern und Jugendlichen chancengleich ermöglicht werden, später aus eigenen Kräften und damit unabhängig von staatlichen Fürsorgeleistungen leben zu können. Mit den Leistungen sollen auch ungünstige materielle Ausstattungen überwunden werden, um Ausgrenzungsprozesse zu vermeiden und allen Kindern die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.

Im Kreis Wesel nimmt die gemeinsame Anlaufstelle die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) weitestgehend vollumfänglich für folgende Personenkreis wahr:

  • Leistungsberechtigte nach dem SGB II
  • Leistungsberechtigte nach dem SGB XII
  • Wohngeldempfängerinnen und -empfänger
  • Kinderzuschlagsempfängerinnen und -empfänger

Antragstellung / Vordruck für den Antrag

Das für die Beantragung der Leistungen notwendige Formular ist im örtlichen Sozialamt, den Wohngeldstellen oder auch Bürgerbüros Ihrer Stadt / Gemeinde oder im örtlichen Jobcenter erhältlich. Dort können Sie den Antrag auch persönlich abgeben. Wir bieten den BuT-Hauptantrag im Download am Ende dieser Seite auch als online-ausfüllbares PDF an.



Ansprechpartner:

Kundenbüro des Teams Bildung und Teilhabe

Reeser Landstr. 61
46483 Wesel
Tel.: 0281 - 9620 606
Fax: 0281 - 9620 951
E-mail: jobcenter-kreis-wesel.Bildungspaket@jobcenter-ge.de


Aktuelles:

Mit dem Starke-Familien-Gesetz kommt es bei dem Bildungs- und Teilhabepaket zu Verbesserungen, die zum 01.08.2019 in Kraft treten:

  • Das Schulbedarfspaket wird von 100,00 Euro auf 150,00 Euro pro Schuljahr angehoben (ausgezahlt werden 100,00 Euro im August, 50,00 Euro im Februar des Folgejahres). Die Anpassung der Beträge erfolgt automatisch.
  • Der Eigenanteil bei der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung entfällt, das heißt die Kosten hierfür werden vollständig übernommen.
  • Auch der Eigenanteil für die notwendige Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule entfällt.
  • Die Leistungen für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft werden von 10,00 Euro auf 15,00 Euro monatlich angehoben. Der erhöhte monatliche Betrag von 15,00 Euro wird ab dem 01.08.2019 berücksichtigt.
  • Die angemessene Lernförderung kann künftig auch in Anspruch genommen werden, wenn die Versetzung des Kindes nicht unmittelbar gefährdet ist.

Neukunden, die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe (SGB XII) erhalten und noch keinen Globalantrag vor dem 01.08.2019 gestellt haben, müssen ab diesem Zeitpunkt keinen neuen Antrag auf das Bildungs- und Teilhabepaket mehr stellen, da mit dem Antrag auf SGB II - und SGB XII - Leistungen gleichzeitig auch das Bildungs- und Teilhabepaket beantragt wird. Ein zusätzlicher Antrag ist daher nicht mehr erforderlich (Ausnahme: Lernförderung).

Bei Bestandskunden SGB II und SGB XII, die bereits Sozialleistungen und Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepakt beziehen, gilt der Globalantrag weiterhin, soweit er gestellt wurde.

Antragsteller, die Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, können zukünftig formlos das Bildungs- und Teilhabepaket beantragen.

Grundsätzlich gilt: alle Kunden (SGB II, SGB XII, Kinderzuschlag und Wohngeld) können den Vordruck „Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket“ für Anträge und sonstige Mitteilungen nutzen.


Das Bildungs- und Teilhabepaket im Überblick können Sie im Download am Ende dieser Seite herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie unter dem ebenfalls unten angegebenen Link zum MAGS - Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.

Anspruchsberechtigte

Anspruch auf das Bildungspaket haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis einschließlich 24 Jahren,

  • wenn sie in einer Familie leben, die Leistungen nach dem SGB II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe bezieht,
  • und eine Kindertageseinrichtung, allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen
  • und keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben gibt es nur bis einschließlich 17 Jahren.

Informationen zu eintägigen Ausflügen und mehrtägigen Klassenfahrten

Für wen besteht ein Anspruch?
  • Anspruchsberechtigt sind Schüler und Schülerinnen, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen, keine Ausbildungsvergütung erhalten und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Anspruchsberechtigt sind Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen oder für die Kindertagspflege geleistet wird.
Antragstellung - welche Unterlagen sind erforderlich?

Die Leistung wird auf Antrag erbracht. Das Antragsformular ist im örtlichen Sozialamt / Jobcenter erhältlich und steht hier als ausfüllbares PDF zur Verfügung.

Dem Antrag ist die Bescheinigung der Schule bzw. Kindertageseinrichtung beizufügen, mit

  • Name und Anschrift des Teilnehmers/der Teilnehmerin,
  • Datum des Ausfluges bzw. Zeitraum der Klassenfahrt,
  • Höhe der Kosten und
  • Kontoverbindung der Schule / Kindertageseinrichtung.
Welcher Bedarf wird berücksichtigt?

Es werden die Kosten in tatsächlicher Höhe berücksichtigt. Taschengelder für zusätzliche Ausgaben sind davon nicht erfasst. Sie müssen aus dem Regelbedarf bestritten werden

Wie erfolgt die Leistungsgewährung?

Über die Gewährung der Leistung erhält die Antragstellerin oder der Antragsteller einen Bescheid von der gemeinsamen Anlaufstelle. Es erfolgt eine Direktzahlung an die Schule oder Kindertagesstätte.

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Informationen zum Schulbedarf

Für wen besteht ein Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind Schülerinnen und Schüler, die

  • eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen

Für Anspruchsberechtigte nach dem SGB II und SGB XII ist kein Antrag erforderlich.

Empfänger/Empfängerinnen von Wohngeld- und Kindergeld müssen die Leistungen zum Schulbedarf beantragen.

Zur persönlichen Schulausstattung gehören neben Schulranzen, Schulrucksack und Sportzeug insbesondere die für den persönlichen Ge- und Verbrauch bestimmten Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien (Füller, Kugelschreiber, Blei- und Malstifte, Taschenrechner, Geodreieck, Hefte und Mappen, Tinte, Radiergummis, Bastelmaterial, Knetmasse).

Mit dem Eintritt in die Jahrgangsstufe 10, spätestens ab Vollendung des 15. Lebensjahres, ist der Schulbesuch im Regelfall nachzuweisen. Der Nachweis muss erkennen lassen, welche Schule in welcher Jahrgangsstufe besucht wird; daneben ist das voraussichtliche Ende des Schulbesuches zu bescheinigen.

Für leistungsberechtigte Kinder im Alter vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr wird der Schulbesuch wegen der bestehenden Schulpflicht unterstellt.

Die Höhe des anerkannten persönlichen Schulbedarfs ist pauschaliert. Zum 01.08. des Jahres wird ein Bedarf von 100,00 Euro berücksichtigt, zum 01.02. des Jahres von 50,00 Euro (ab 01.08.2019).

Die Auszahlung der Leistungen erfolgt automatisch zu den genannten Terminen auf das Konto der leistungsberechtigten Person.

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Informationen zur Schülerbeförderung (ab 01.08.2019)

Aufwendungen für Fahrten an, die gesetzlich als „Schülerbeförderung" definiert sind, werden übernommen, sofern diese nicht anderweitig abgedeckt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Schülerfahrkarte zu allgemeinen Fahrten außerhalb des Schulverkehrs berechtigt; der bisher in diesen Fällen zu zahlende Eigenanteil entfällt (z.B. für das "Schokoticket").

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Informationen zur Lernförderung

Für wen besteht ein Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind Schülerinnen und Schüler,

  • die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • die keine Ausbildungsvergütung erhalten
  • und bei denen die Lernförderung geeignet und zusätzlich erforderlich ist, weil das Erreichen der wesentlichen Lernziele (z.B. Versetzung) gefährdet ist und durch Lernförderung abgewendet werden kann.

Die Gefährdung der Versetzung darf nicht auf selbst verschuldete Fehlzeiten oder Fehlverhalten zurückzuführen sein. Weitere Voraussetzung: Es gibt keine geeigneten schulischen Angebote zur Lernförderung.

Antragstellung - welche Unterlagen sind erforderlich?

Die Leistung wird auf Antrag erbracht. Das entsprechende Antragsformular ist im örtlichen Sozialamt / Jobcenter erhältlich und steht hier als ausfüllbares PDF zur Verfügung.

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Information zum Mittagessen

Für wen besteht ein Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind Schülerinnen und Schüler,

  • die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • die keine Ausbildungsvergütung erhalten,
  • die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

und an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in der Schule teilnehmen

sowie für Kinder,

  • die eine Tageseinrichtung besuchen oder für die Kindertagspflege geleistet wird
  • und die an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung teilnehmen.
Antragstellung - welche Unterlagen sind erforderlich?

Die Leistung wird auf Antrag erbracht. Das Antragsformular (BuT-Hauptantrag) ist im örtlichen Sozialamt / Jobcenter erhältlich und steht hier als ausfüllbares PDF zur Verfügung.

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Informationen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben

Für wen besteht ein Anspruch?

Anspruchsberechtigte bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Antragstellung - Welche Unterlagen sind erforderlich?

Die Leistung wird auf Antrag erbracht. Das Antragsformular (BuT-Hauptantrag) ist im örtlichen Sozialamt / Jobcenter erhältlich und steht hier als ausfüllbares PDF zur Verfügung.

Welcher Bedarf wird berücksichtigt?

Es wird ein Bedarf in Höhe von 15,00 Euro monatlich (ab 01.08.2019) berücksichtigt für:

  • Mitgliedsbeiträge in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit (z. B. Sportverein),
  • Unterricht in künstlerischen Fächern (z. B. Musikunterricht) und vergleichbaren angeleiteten Aktivitäten der kulturellen Bildung (z. B. museumspädagogische Angebote oder Theaterworkshops),
  • Teilnahme an Freizeiten (z. B. Fahrten von Jugendgruppen, Pfadfinder).

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Downloads

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