Eingliederungshilfe gem. SGB IX Teil 2

Zum 01.01.2020 tritt der neue Teil 2 -Eingliederungshilfe- des Sozialgesetzbuches Neuntes Buch (SGB IX) in Kraft. Die Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind nun im SGB IX geregelt.

Wer hat Anspruch auf Leistungen?

Wo stelle ich einen Antrag auf Eingliederungshilfe?

Wie stelle ich einen Antrag auf Eingliederungshilfe?

Wo kann ich mich beraten lassen?

Welche Leistungsarten gibt es?

Wer hat Anspruch auf Leistungen?

Einen Anspruch auf Eingliederungshilfeleistungen haben Personen, wenn sie

  • nicht nur vorrübergehend
  • geistig,
  • seelisch oder
  • körperlich

wesentlich behindert sind oder von einer solchen Behinderung bedroht sind.


Wo stelle ich einen Antrag auf Eingliederungshilfe?

Anträge auf Leistungen der Eingliederungshilfe können Sie u. a. bei den Trägern der Eingliederungshilfe stellen. In Nordrhein-Westfalen sind dies die Landschaftsverbände sowie die Kreise und kreisfreien Städte. Vereinfacht dargestellt ergeben sich folgende Zuständigkeiten:

LandschaftsverbandKreis WeselLandschaftsverband
Leistungen vor Einschulungen
z.B.
Leistungen während der Schulzeit
z.B.
Ab Beendigung der Schule
z.B.
  • Integrationshilfen im Kindergarten
  • Frühförderung
  • Autismustherapien
  • Integrationshilfen in der Schule
  • Autismustherapien
  • Familienunterstüzender Dienst
  • Besuch von Werkstätten
  • Therapien
  • Assistenzleistungen
  • Betreutes Wohnen

Außerdem ist der Kreis Wesel für alle Anträge im Bereich der Mobilität zuständig.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Klärung von Zuständigkeiten und zeigen Ihnen individuelle Unterstützungsmöglichkeiten. Dazu können Sie das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Kreises Wesel nutzen.

Adressen:

Der Landrat
Kreis Wesel
FD 50-1-3
Reeser Landstraße 31
46483 Wesel
eingliederungshilfe@kreis-wesel.de
Landschaftsverband Rheinland
Kennedy-Ufer 2
50679 Köln
0221 809 0

Wie stelle ich einen Antrag auf Eingliederungshilfe?

Grundsätzlich ist ein Antrag auf Eingliederungshilfeleistungen schriftlich zu stellen.

Hierzu können Sie das Antragsformular und die Datenschutzrechtliche Einverständniserklärung des Kreises Wesel nutzen.

Zur Prüfung Ihres Antrags werden eine Vielzahl von weiteren Unterlagen benötigt, u. a. aktuelle ärztliche Befunde und ggf. der Schwerbehindertenausweis. Diese Unterlagen können Sie in Kopie bereits Ihrem Antrag beifügen.

Für weitere Einzelheiten oder Hilfe beim Ausfüllen des Antrags wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter/innen oder kommen Sie persönlich vorbei. Wir empfehlen Ihnen zuvor einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu minimieren. Kontaktpersonen FD 50-1-3


Wo kann ich mich beraten lassen?

Für eine individuelle Beratung können verschiedene Beratungsstellen in Anspruch genommen werden.

Eine Umfassende Beratung kann durch den Kreis Wesel erfolgen:

Bitte wenden Sie sich telefonisch an die genannten Kontaktpersonen oder kommen Sie persönlich vorbei. Wir empfehlen Ihnen zuvor einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu minimieren. Kontaktpersonen FD 50-1-3

KoKoBe und Sozialpsychatrischen Zentren

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) sowie die Sozialpsychiatrischen Zentren sind wichtige Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige. Sie leisten individuelle Beratung zum selbstständigen Leben.

Die KoKoBE beraten Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sowie deren Angehörige und Bezugspersonen.

KoKoBe Kreis Wesel

Sozialpsychatrische Zentren unterstützen im Wesentlichen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

 

SPZ Moers – Neukirchen-Vluyn
Caritasverband Moers-Xanten e.V.
Haagstr. 26
47441 Moers
Tel: 02841/9010-40

 

SPZ Kamp-Lintfort – Rheinberg - Alpen
Caritasverband Moers-Xanten e. V.
Prinzenstraße 64
47475 Kamp-Lintfort
Tel: 02842/9080354

 

SPZ Xanten - Wesel
SPIX e.V.
Kaiserring 16
46483 Wesel
Tel: 0281/16333-16

 

SPZ Dinslaken – Voerde - Hünxe
Caritasverband Dinslaken e.V.
Duisburger Str. 98
46535 Dinslaken
Tel: 02064/4494-50
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Mit dem Bundesteilhabegesetz hat die Bundesregierung ein Netz neuer Beratungsstellen eingerichtet, die unabhängig von Leistungsträgern oder konkreten Anbietern arbeiten: die sogenannte Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Teilhabeberatung Kreis Wesel

oder durch den Landschaftsverband Rheinland

Weitere Informationen finden Sie unter:
Landschaftsverband Rheinland - Ansprechpersonen und Beratung


Welche Leistungsarten gibt es?

Die Leistungen der Eingliederungshilfe sind nicht abschließend katalogisiert und hängen von den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Person ab.

Im Wesentlichen werden Leistungen im Bereich der

  • Teilhabe an Bildung (Integrationshilfen, Autismustherapien)
  • Sozialen Teilhabe (Familienunterstützender Dienst)
  • Zur Mobilität („Behindertenfahrdienst")
  • Zur Beschäftigung erbracht.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Eingliederungshilfe um eine nachrangige Leistung, d. h. sie wird nur gewährt, wenn keine oder keine ausreichenden Ansprüche gegenüber anderen Leistungsträgern, z. B. Kranken- oder Pflegekassen geltend gemacht werden können.

Einige Leistungsangebote, dazu gehören insbesondere Leistungen der Sozialen Teilhabe, sind zudem einkommens- und vermögensabhängig.

Gerne beraten und zeigen wir Ihnen individuelle Unterstützungsmöglichkeiten. Dazu können Sie das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Kreises Wesel nutzen. Bitte wenden Sie sich telefonisch an die genannten Kontaktpersonen oder kommen Sie persönlich vorbei. Wir empfehlen Ihnen zuvor einen Termin zu vereinbaren um Wartezeiten zu minimieren.

Allgemeine Anfragen richten Sie gerne an eingliederungshilfe@kreis-wesel.de

Kontakt

50-1-3 Eingliederungshilfe SGB IX
Allgemeine Anfragen richten Sie gerne an eingliederungshilfe@kreis-wesel.de

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