Fachtagung 12.07.2017

Fachtagung der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege im Kreis Wesel am 12.07.2017

„Pflege zukunftssicher gestalten: Örtliche Pflegeplanung und Überleitungsmanagement“

Im Kreishaus in Wesel fand am 12. Juli eine Fachtagung der „Kommunalen Konferenz Alter und Pflege“ statt.

Teilgenommen haben rund 100 Fachleute von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Fachseminaren für Altenpflege, Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, Pflegekassen, Interessensvertretungen, Verantwortliche der Kommunalpolitik und Kommunen.

Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Vorsitzender der Konferenz, eröffnete die Fachtagung. Er machte deutlich, dass unter der Überschrift „Pflege zukunftssicher gestalten“ zwei sehr wichtige Themen beraten werden: die örtliche Pflegeplanung und das Überleitungsmanagement. Die steigende Nachfrage im Bereich Altenpflege und der bereits heute spürbare Fachkräftemangel wurden von ihm besonders herausgestellt.

Ulrich Petroff, Kreis Wesel, stellte den ersten Entwurf der örtlichen Pflegeplanung für den Kreis Wesel vor. Dem Fachpublikum wurden zahlreiche Informationen aus dem Bereich der Altenpflege sowie die Entwicklung bis zum Jahr 2040 präsentiert und erläutert. Insbesondere appellierte er, weiter in den Ausbau von Tages- und Kurzzeitpflegeinrichtungen zu investieren. Tagespflege und Kurzzeitpflege sind wichtige Säulen der häuslichen Versorgung, denn sie tragen sehr zur Entlastung pflegender Angehöriger bei.

Mit dem Thema „Überleitungsmanagement“ wurde der Fokus auf die Verbesserung der Kommunikation zwischen Altenpflegeeinrichtungen bzw. ambulanten Pflegediensten und Krankenhäusern gelegt. Grundsteine dafür bilden der neue Verlegungsbericht und der überarbeitete Demenzüberleitungsbogen. Die Dokumente sind als Download verfügbar.

Die Entwicklung des Verlegungsberichtes wurde von Bettina Schilling, gerontopsychiatrische Beratungsstelle in Rheinberg, aufgezeigt. Die Überarbeitung des Demenzüberleitungsbogens stellte Margret Hennewig-Schnock, Demenz-Servicezentrum NRW, Region Niederrhein, vor.

Von positiven Erfahrungen mit den genannten Überleitungsbögen berichteten Egbert Timm, Inhaber eines ambulanten Pflegedienstes in Xanten, und Daniela Schweers, pflegerische Leitung der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Wesel. Es besteht Einigkeit, dass die Informationen auf den Überleitungsbögen für die Pflegekräfte besonders wichtig sind.

Andreas Kohlschreiber, Pflegedirektor St.-Clemens-Hospital Geldern und Anika Schilder, Koordinatorin Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland e. V. machten sich für Kooperation und Kommunikation stark. Durch die weitere Intensivierung der regionalen und überregionalen Vernetzung im Gesundheits- und Pflegebereich kann dieses erreicht werden.

Dr. Christoph Heller, Geschäftsführer St. Vinzenz-Hospital Dinslaken, stellte das neue Entlassmanagement aus Sicht der Krankenhäuser vor. Ziel des Entlassmanagements ist es, die bedarfsgerechte, kontinuierliche Versorgung der Patienten im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung zu gewährleisten. Pflegeeinrichtungen, die die medizinische und pflegerische Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt übernehmen, müssen Informationen erhalten.

Im Fazit stellte Petroff nochmals den Anspruch der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen auf Beratung und Unterstützung durch ihre Kranken- und Pflegekassen heraus. Er wies darauf hin, dass dieser Informations- und Beratungsanspruch von den wenigsten Versicherten in Anspruch genommen wird. Neben den Pflegekassen sind auch die trägerunabhängigen Pflegeberatungsstellen in den Rathäusern aller Städte und Gemeinden im Kreis Wesel erste Ansprechpersonen.

Hinweis:

Die hier zum Herunterladen bereitstehenden pdf-Dokumente der Beiträge und Präsentationen sind teilweise nicht barrierefrei.

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