Fachtagung 16.12.2013

Fachtagung der Pflegekonferenz im Kreis Wesel am 16.12.2013

“Lebenswelt Alter – Sichere Versorgungsstrukturen im Kreis Wesel“

Am 16. Dezember 2013 hat die Pflegekonferenz des Kreises Wesel eine Fachtagung zum Thema –„Lebenswelt Alter – Sichere Versorgungsstrukturen im Kreis Wesel“ durchgeführt.

Rund 150 Fachleute von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Kostenträgern, Verbänden und Kommunen nahmen an der Fachtagung teil und berieten gemeinsam den neuen handlungsleitenden Grundsatz: „Prävention und Rehabilitation fördern, das Lebensumfeld seniorengerecht gestalten, die familiären Potentiale stärken, die häusliche und vollstationäre Pflege bedarfsorientiert ausbauen sowie die Berufsperspektive Altenpflege fördern.“ Dieser Grundsatz konkretisiert den bisherigen Grundsatz „ambulant vor stationär“ und prägt damit zukünftige Handlungsfelder.

Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Ansgar Müller wurden nach einer Einführung die einzelnen Handlungsfelder vorgestellt:

Einführung

Lebenswelt Alter – Sichere Versorgungsstrukturen

Kreisdirektor Ralf Berensmeier,

Vorsitzender der Pflege-konferenz

Häusliche und stationäre Pflege bedarfsorientiert ausbauen

Berufsperspektive Altenpflege fördern

Ulrich Petroff,

Kreis Wesel

Familiäre Potentiale stärken

Die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements in der kommunalen Versorgungsstruktur

Prof. Christel Bienstein,

Universität Witten-Herdecke

Lebensumfeld seniorengerecht gestalten

Masterplan altengerechte Quartiere.NRW

Notwendigkeit der Quartiersentwicklung

Dr. Daniela Grobe,

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,
Pflege und Alter, NRW

Prävention und Rehabilitation fördern

Geriatrische Rehabilitation im lokalen Versorgungssystem Pflege

Dr. Jürgen Ziegenfuß,

Chefarzt im St. Marienhospital Orsoy, Rheinberg

Das anschließende Podiumsgespräch wurde genutzt, um Fragen an die Referent(en)/innen zu stellen. Im Wesentlichen wurden Fragen und Statements zu folgenden Themen gestellt bzw. gegeben:

  • Finanzierung der Pflege
  • Verstärkung der aufsuchenden Pflege
  • Unterstützung des Ehrenamts durch hauptamtliche Mitarbeiter/innen
  • Image der Pflege verbessern
  • Räumlichkeiten für Netzwerkarbeit zur Verfügung stellen
  • Ausbau der Kurzzeitpflege
  • Schaffung von entsprechenden Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung

Ziel ist, gemeinsam mit den beteiligten Akteuren einen neuen kooperativen Prozess einzuleiten, um älteren Menschen im Kreis Wesel gemeinsam ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes und würdiges Leben zu ermöglichen.

Im kommenden Jahr sollen praxisorientierte Arbeitsgruppen mit Expertinnen und Experten die Themen dieses Grundsatzes beraten, Probleme analysieren, Handlungsempfehlungen für die lokale Politik erarbeiten und anschließend an der Umsetzung dieser Empfehlungen mitwirken.

Somit können letztendlich Veränderungen des Versorgungssystems im Rahmen der gemeinsamen Möglichkeiten herbeigeführt werden, die dem Wohle der älteren Menschen im Kreis Wesel dienen.

Die Beiträge und die für die Vorträge genutzten Folien stehen zum Herunterladen bereit.

Kontakt

Westrich, Heide
Telefon: 0281 207-3355
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 355

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