MRSA (Antibiotika-resistente Keime)

Arzt mit Kreidetafel auf der das Wort "MRSA" angezeigt ist / ©doc rabe media - Fotolia.com

Was bedeutet MRSA?

Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das zu der natürlichen Keimflora des Menschen gehört. Das heißt: dieser Keim besiedelt natürlicherweise die Haut sowie die Nasenschleimhaut vieler Menschen, ohne dass Infektionen auftreten. Seitdem Antibiotika zur Behandlung von bakteriellen Infektionen in der Medizin eingesetzt werden, konnten verschiedene Bakterienstämme unempfindlich gegen diese Wirkstoffe werden. So entwickelte Staphylococcus aureus eine Resistenz (also Unempfindlichkeit) gegenüber dem Antibiotikum Methicillin.

Daher stammt die Bezeichnung „Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus“. Inzwischen gibt es nur noch wenige Antibiotika, sogenannte Reserveantibiotika, die gegen MRSA wirksam sind; die Behandlungsmöglichkeiten sind somit eingeschränkt und die Vorbeugung durch insbesondere Hygienemaßnahmen ist sehr wichtig.

MRSA hat eine große Bedeutung als Erreger sogenannter Krankenhausinfektionen.

„MRSA-Netzwerk" im Kreis Wesel

Bereits 2008 hat der Fachdienst Gesundheitswesen des Kreises Wesel im Auftrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) damit begonnen ein MRSA-Netzwerk aufzubauen. Ziel ist es, den Schutz vor MRSA und anderen Keimen im Gesundheitswesen zu verbessern. Seit 2009 besteht die Zusammenarbeit mit der Facharbeitsgruppe in dem niederländisch-deutschen Projekt „EurSafety Health net".

 



Info für niedergelassene Mediziner

Die Mitwirkung von niedergelassenen Medizinern in diesem Netzwerk ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Hierzu gehören u. a. die fachlich korrekte Umsetzung der Hygienemaßnahmen in der Praxis, Hygienemanagement entsprechend der RKI Vorgaben.

Vor der Aufnahme in das MRSA-Netzwerk ist eine einmalige gebührenfreie Inaugenscheinnahme der Basishygiene (Hygienebegehung) der Praxen zur Feststellung der Netzwerkfähigkeit erforderlich. Geprüft werden die Hygiene- und Desinfektionspläne der Praxis und die verwendeten Desinfektionsmittel. Außerdem wird die Ausstattung der Behandlungs-/Eingriffs- und WC-Räume in Hinsicht Händehygiene beurteilt; hier konkret die Händewaschplätze (Händedesinfektionsmittelspender ohne Fingerkontakt, Papiereinwegtücher etc.). Diese Inaugenscheinnahme hat einen beratenden Charakter, so dass bei Feststellung eventueller Mängel, der Fachdienst Gesundheitswesen mit Ihnen berät, wie diese abgestellt bzw. verbessert werden können.

Sollten Sie an der Mitwirkung in diesem Netzwerk interessiert sein, bitte ich Sie den ausgefüllten Anmeldebogen aus dem Downloadbereich zwecks Terminvereinbarung an die oben aufgeführte Faxnummer zu senden.



 

Kontakt

Pabel, Anita
Telefon: 02841 202-1103
Büro: Moers, Mühlenstr. 9-11, Zimmer 103

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