Wasserrahmenrichtlinie

Einleitung:

Die Europäische Union gibt mit der Wasserrahmenrichtlinie das grundsätzliche Ziel vor, einen "guten ökologischen und chemischen Zustand" für alle Gewässer zu erreichen und zu erhalten. Die Gewässer sollen wieder zu Lebensadern der Natur werden, mit vielfältigen Lebensbedingungen für Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen Außerdem soll durch eine nachhaltige Bewirtschaftung die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer gesichert werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat deshalb in den vergangenen Jahren alle größeren Gewässer und das Grundwasser auf Inhaltsstoffe untersucht und die in den Bächen, Flüssen und Seen lebenden Tiere und Pflanzen erfasst.

Im Bewirtschaftungsplan für die nordrhein-westfälischen Anteile von Rhein, Weser, Ems und Maas sind die Ergebnisse der Untersuchungsprogramme, die bestehenden Gewässernutzungen und erreichbare Bewirtschaftungsziele ausführlich dargestellt. Das entsprechende Maßnahmenprogramm gibt den Akteuren vor Ort einen Handlungsrahmen für Verbesserungen in den nächsten Jahren vor: möglichst effizient und aufeinander abgestimmt.

Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm sind nicht am Schreibtisch entstanden, sondern das Ergebnis von "Runden Tischen", die im Laufe des Jahres 2008 überall in Nordrhein-Westfalen erstmals durchgeführt worden sind.

Kommunen, Behörden, Wasserverbände und - je nach Sachlage - Vertreter der Landwirtschaft, des Denkmalschutzes, von Naturschutzorganisationen, der Industrie, der Waldbauern und der Grundeigentümer haben darüber diskutiert, welche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung notwendig sind und wie sie in die jeweilige Stadt- und Raumplanung eingebunden werden können.

Sachlage:

Mit Erlass vom 12.03.2010 hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, dass der Umweltausschuss des Landtages am 24.02.2010 zum Bewirtschaftungsplan, zum Maßnahmenprogramm und zu den Steckbriefen der Planungseinheiten sein Einvernehmen erteilt hat. Diese Pläne oder Programme sind somit für alle behördlichen Entscheidungen verbindlich. Als weiterer Schritt zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen die Umsetzungsfahrpläne bis Mitte 2012 erarbeitet werden. Hierzu ist es erforderlich, dass Kooperationen zu einer Planungseinheit eingerichtet werden, um aus der abstrakten Planung konkrete Umsetzungsmaßnahmen am Gewässer zu ermitteln. Im Land Nordrhein-Westfalen sollen neben den Bezirksregierungen und gesetzlichen Wasserverbänden auch Kreise Kooperationsleitungen übernehmen.

 

Für die Erstellung der Umsetzungsfahrpläne sind anfallende Personal- und Sachkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen förderfähig.

Umsetzung:

der Kreis Wesel hat zwei Kooperationsleitungen im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie übernommen:

  • Kooperationsleitung Issel
  • Kooperationsleitung Lippe (von Wesel bis Dorsten) sowie die Nebengewässer der Lippe

Informationen zu den beiden Projekten finden Sie in der rechten Spalte.

Allgemeine Informationen finden Sie unten bei den Downloads.

Siehe auch Pressemitteilung vom 16.12.2010: Kooperationen zur Optimierung der Gewässer

Im Downloadbereich finden Sie die Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen zum Fischmonitoring. Falls gewünscht, können auf Anfrage Geodaten zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis: Die Dokumente zum Fischmonitoring sind nicht barrierefrei.


Kooperation Issel:

Im Downloadbereich finden Sie

  • den Umsetzungsfahrplan
  • die Karte zum Umsetzungsfahrplan
  • die Tabelle zum Umsetzungsfahrplan
Kooperation Lippe:

Im Downloadbereich finden Sie

  • die Ergebnisniederschrift der ersten Sitzung der Kooperation im Bereich der Nebengewässer der Lippe sowie des Hauptlaufes der Lippe (Wesel bis Dorsten) am 22.09.2010 im Sitzungszimmer 130 im Rathaus der Gemeinde Schermbeck
  • das Ergebnisprotokoll über die Besprechungen der Arbeitsgruppen Lippe-Nord und Lippe-Süd am 16.12.2010 und 17.12.2010

 

Das Kartenmaterial sowie einige extern erstellte Dokumente und Bröschüren können leider nicht barrierefrei angeboten werden

Kontakt

Underberg, Helmut
für die Kooperation Issel
Telefon: 0281 207-3521
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 521
Klenke, Ingo
für die Kooperation Issel
Telefon: 0281 207-2517
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 517

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