Wohnen im Alter

Collage bestehend aus: Hand auf Streichholzhaus, Hand am Krückstock, Haken auf Antrag, Streichholzhaus

 

Im Kreis Wesel hat die Nachfrage von Seniorinnen und Senioren nach sogenannten "alternativen Wohnformen" deutlich zugenommen. Nicht zuletzt bedingt durch den demografischen Wandel, denn der Bevölkerungsanteil der älteren Menschen steigt stetig und wünscht sich gute Alternativen zu einem Seniorenheim. Die Erfahrungen zeigen, dass nicht nur die Anfragen nach der Wohnform "Betreutes Wohnen" sondern auch nach anderen altengerechten Wohnangeboten wie "Servicewohnen" oder "Seniorengerechtes Wohnen" steigen.

Das "Betreute Wohnen" ist ein zukunftsweisendes Wohnkonzept, das sich durch die Sicherung größtmöglicher Wahlfreiheit auszeichnet. Die Möglichkeit, unterschiedliche Anbieter in Anspruch zu nehmen, und die Sicherheit, dass nur ein Mindestmaß an Dienstleistungen pauschal abnahmeverpflichtend gestaltet ist, unterscheidet "Betreutes Wohnen" von Seniorenheimen. Die inhaltlichen Anforderungen an das "Betreute Wohnen" sind bislang nicht eindeutig definiert und können für alle möglichen Wohnangebote verwendet werden.

Die am Markt befindlichen Angebote sind nicht immer transparent. Verschiedene Bundesländer und Städte haben Qualitätssiegel zum Betreuten Wohnen entwickelt. Problematisch dabei ist, dass häufig unterschiedliche Standards definiert sind, was die Orientierung erschwert. Deshalb wurde bundesweit eine einheitliche Definition von Mindeststandards gefordert, die Rechtssicherheit und Markttransparenz schaffen soll.

Aktuelle Informationen hinsichtlich "altengerechter" Wohnangebote erhalten Sie über die Pflegeberatungsstellen der kreisangehörigen Kommunen. Um ein Wohnangebot hinsichtlich Ihrer persönlichen Bedürfnisse prüfen zu können, steht Ihnen eine Checkliste als Download zur Verfügung. Diese können Sie auch für einen Vergleich mehrerer Wohnangebote nutzen.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, sich an die Wohnberatungsstellen des Kreises Wesel zu wenden. Diese beraten Sie bei kleinen Problemen und bei größeren Maßnahmen, wie z. B. Umbaumaßnahmen, mit dem Ziel, die Voraussetzungen zu schaffen, um so lange wie möglich in dem vertrauten sozialen Umfeld verbleiben zu können.

Um gemeinsam mit Ihnen konkrete Lösungen zu finden, wird in der Regel ein Hausbesuch vereinbart.

Die Wohnberatungsstellen stehen kostenlos zur Verfügung.

 

DIN 77800 und Qualitätssiegel

Der Begriff des "Betreuten Wohnens" ist gesetzlich nicht definiert und kann für alle möglichen Wohnformen verwendet werden. Deshalb sind am Markt befindliche Angebote nicht immer transparent.

Die Norm DIN 77800 stellt einen einheitlichen Qualitätsmaßstab zur Bewertung der Wohnform "Betreutes Wohnen" zur Verfügung. Sie dient als Alternative zu der Vielzahl von regionalen und lokalen Regelungen, die häufig nicht miteinander vergleichbar sind und sorgt so für Rechtssicherheit und Markttransparenz.

Inhalte der DIN 77800 sind nicht frei verfügbar. Sie haben jedoch die Möglichkeit, diese käuflich zu erwerben.

Mit dem "Qualitätssiegel Betreutes Wohnen NRW" hat das Kuratorium Qualitätssiegel Betreutes Wohnen für ältere Menschen NRW ein Zertifikat aufgelegt, das Projekte des Betreuten Wohnens oder Service-Wohnens auszeichnet. Die Ziele des Qualitätssiegels umfassen neben der Definition messbarer Qualitätskriterien die Schaffung von Markttransparenz und einer Orientierungshilfe.

Kontakt

Petroff, Ulrich
Telefon: 0281 207-2350
Büro: Wesel, Reeser Landstraße 31, Zimmer 350

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